Damenmode 1891. Die Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald (geb. 1872) schrieb dazu:
„Unser Geist trug ein Fischbeinkorsett und in unsere Herzen gruben sich Metallschienen.
Wer so aussah, konnte weder denken noch fühlen…War man reich, wartete man auf einen Mann….
Die Zwischenzeit zwischen Schule und Ehe wurde eben vertrödelt,…
War man arm, dann wartete man erst recht auf einen Mann, denn er war der einzige Gewinn
in der Lebenslotterie. Nur musste man sich mehr anstrengen, um einen zu kriegen. Man musste
noch unschuldiger, noch einfältiger sein, als die wohlhabenden Mädchen“.
Zitiert nach Göllner, Renate: Mädchenbildung um Neunzehnhundert. Eugenie Schwarzwald und ihre Schulen.
Wien, Diss. 1986, S.41

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