Stiftung Bruno Kreisky Archiv: Erinnerungsort Wien
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Mädchenbildung
• Monarchie
• Erste Republik, Austrofaschismus und Nationalsozialismus
• Zweite Republik

Das Kapitel Mädchenbildung in Wien entstand als Folgeprojekt eines Vermittlungsprogramms mit SchülerInnen des BG/BRG Rahlgasse. Ausgehend von der Quellenarbeit mit den SchülerInnen im Kreisky-Archiv entstand die Idee, ein neues Kapitel für das Online-Portal Erinnerungsort Wien zu erarbeiten.

Anhand der Geschichte des ersten Mädchengymnasiums auf dem Gebiet der heutigen Republik, das Mädchen zur Hochschulberechtigung führte, können auch die Zäsuren österreichischer Zeitgeschichte nachgezeichnet und mittels aussagekräftiger Dokumente „erlebbar“ und damit für ein jugendliches Publikum fassbar gemacht werden. Anhand von Originaldokumenten aus dem Johanna Dohnal Archiv, dem Kreisky-Archiv, der Wienbibliothek im Rathaus, der Österreichischen Nationalbibliothek, dem Wien Museum, dem Bezirksmuseum Mariahilf und dem Schularchiv der Rahlgasse wurde eine kommentierte Chronologie erarbeitet, die in drei Unterkapitel gegliedert ist. Das erste Kapitel beschreibt die Vorgeschichte der Errichtung des Mädchengymnasiums bis zum Ende der Monarchie. Im zweiten Kapitel geht es um die Schulreformen der Ersten Republik und die Folgen der nationalsozialistischen Machtergreifung wie die Vertreibung jüdischer LehrerInnen und Schülerinnen im März 1938 aus der Rahlgasse sowie die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf den Schulalltag. Das dritte Kapitel beschreibt die Entwicklung der Rahlgasse in der 2. Republik und die Umstellung auf Koedukation Ende der 1970er Jahre. Der in den 1990er Jahren bewusst gesetzte Genderschwerpunkt hatte das Ziel, geschlechtergerechte Unterrichtsformen zu entwickeln.

Direktorin Mag.a Ilse Rollett öffnete für dieses Projekt das Schularchiv, in dem die seit Gründung der Schule im Jahr 1892 geführten Schulkataloge und Klassenbücher vollständig erhalten geblieben sind. Es ist wohl ein Zeichen der tiefen Verbundenheit der ehemaligen Professorinnen und Schülerinnen mit „ihrer“ Schule, dass derartig viele persönliche Erinnerungen und Fotoalben Eingang in das Schularchiv gefunden haben.

Durch Anklicken der Vorschaubilder der einzelnen Kapitel erscheint ein kommentiertes Vollbild, das weiterführende Informationen sowie die Herkunftsangabe zum gezeigten Dokument enthält. Die website gibt einerseits Basisinformationen zur Geschichte der Mädchenbildung in Wien, soll andererseits aber auch SchülerInnen zu weiteren Forschungen anregen.

 

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