Die Anfänge der Neuen Frauenbewegung in Österreich standen in engem Zusammenhang mit der StudentInnenbewegung sowie parteigebundenen Emanzipationsgruppen. Themen wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft, das Verhältnis von Klassenkampf und Frauenbefreiung, die politische Organisierung von Frauen sowie die Abtreibungsgesetzgebung (§ 144) traten immer stärker in den Vordergrund. 1972 gründete sich schließlich die „Aktion Unabhängiger Frauen“ (AUF) als parteiunabhängige Frauengruppe. Unter dem Grundsatz „Das Private ist politisch“ brachte die Frauenbewegung bislang tabuisierte Themen wie Sexualität, Gewalt in heterosexuellen (Ehe-)Gemeinschaften, die Verteilung der Reproduktionsarbeit und lesbische Lebensentwürfe an die Öffentlichkeit.
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