Der sozialistische Wanderbund war ein Ableger der Wandervogelbewegung . In Deutschland 1901, in Österreich 1911 gegründet, waren die Wandervögel eine Jugendbewegung, die gemeinsamen Aktivitäten wie dem Wandern und Singen nachging und im Leben viele Kinder und Jugendliche eine große Rolle spielte. Ein wichtiges Credo war dabei „gesund zu leben“, Alkohol und Suchtmittel waren verpönt. Von Beginn an waren die Wandervögel deutschnational orientiert. In der Zwischenkriegszeit spaltete sich die Bewegung jedoch auf, es bildeten sich in Österreich neben dem zunehmend radikaleren deutschnational-völkischem Zweig auch ein katholischer und ein sozialistisch-kommunistischer Zweig. Letzterer wurde 1934 verboten. Mit dem Anschluss an das nationalsozialistische Deutschland 1938 wurden die noch bestehenden Wandervogelgruppen in die Hitlerjugend ( HJ ) überführt.
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