Als Sozialpartnerschaft bezeichnet man die Zusammenarbeit der großen wirtschaftlichen Interessensverbände ( Arbeiterkammer - AK, Österreichischer Gewerkschaftsbund – ÖGB, Landwirtschaftskammer – LK und Wirtschaftskammer Österreich – WKO) untereinander und mit der österreichischen Regierung. Sie ist ein informelles Modell der politischen Entscheidungsfindung unter Einbeziehung gesellschaftlicher Interessenvertretungen. Dabei diente die Sozialpartnerschaft in Österreich der außerparlamentarischen Konsensbildung in Bezug auf Kollektivverträge, sowie sämtlichen Wirtschafts- und Sozialthemen. In Österreich der Nachkriegszeit war die Sozialpartnerschaft als erprobte Form des Interessensausgleichs zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen untrennbar mit Regierungsform der Großen Koalition verbunden. Durch das System der Sozialpartnerschaft wurden Arbeitskonflikte und Streiks verhindert, wodurch Österreich den Ruf als „Insel der Seligen“ zu teil wurde.

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