Der Reichsarbeitsdienst (RAD) war ein halbjähriger Arbeitsdienst, bei dem die jungen Männer und Frauen in Lagern ideologisch geschult und darüber hinaus als billige Arbeitskraft eingesetzt wurden. Im Zuge ihrer Dienstverpflichtung wurden die jungen Leute auch auf ihre vorgegebene Geschlechterrolle festgelegt. Männliche Arbeitsgruppen unterstützten im Krieg zumeist als Bau- und Instandsetzungstrupps die Wehrmacht. Die Frauen mussten als Arbeitsmaiden in landwirtschaftlichen Betrieben und in Haushalten von NS-Funktionären Hilfsdienste leisten.

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