Die 1948 gegründete Katholische Arbeiterjugend war durch hierarchischere Strukturen und eine geschlechtsspezifisch getrennte Organisation gekennzeichnet. Die Trennung wurde mit den „naturgegebenen, tiefgreifenden Unterschieden“ zwischen männlicher und weiblicher Jugend begründet. Neben Aktivitäten wie Wandern, Singen oder Sport nahmen die Jugendlichen der KAJ auch an Wallfahrten teil. 1954 bildete die Mitgliederzahl von 7.500 Jugendlichen den Höchststand in der Nachkriegszeit. Mit der allgemeinen Stagnation von katholischer Jugendarbeit verlor die KAJ im Laufe der 1960er-Jahre Mitglieder und damit an Bedeutung.

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