Nach den Wahlen zur Konstituierenden Nationalversammlung 1919 schlossen sich 26 aus verschiedenen Gruppen stammende deutschnationale und deutschliberale Abgeordnete zur Großdeutschen Vereinigung zusammen. 1920 wurde die Großdeutsche Volkspartei gegründet. Zu ihren Mitgliedern zählten viele hohe Beamte und LehrerInnen höherer Schulen. Die Großdeutsche Volkspartei strebte den Anschluss an Deutschland (Weimarer Republik) an, lehnte Materialismus und Klerikalismus ab und war weitgehend antisemitisch. 1921–32 war die Großdeutsche Volkspartei Regierungspartei (meist mit den Christlichsozialen), stellte 1922–27 den Vizekanzler (Dinghofer, Schürff, Waber, Straffner). Nach 1927 traten viele Anhänger zur Heimwehr, nach 1930 immer mehr Mitglieder zu den Nationalsozialisten über. 1933 schloss die Großdeutsche Volkspartei mit den Nationalsozialisten eine Kampfgemeinschaft. Nach der Auflösung des Parlaments 1934 wurde die Partei unter dem Dollfuß-Regime verboten.
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