Stiftung Bruno Kreisky Archiv: Erinnerungsort Wien
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Kommunikationsräume
• Sozialistische Frauentagsfeiern
• Betriebsbesichtigungen
• Politische Öffentlichkeit

Politik ist als Kommunikationsprozess zu sehen, der geplant und organisiert werden muss. Die Möglichkeiten und Räume, die dabei in Anspruch genommen und besetzt werden, können unterschiedlich sein. Auf Grundlage der Bestände des Kreisky Archives werden im Folgenden drei verschiedene Formen von politischer Öffentlichkeit vorgestellt.


Sozialistische Frauentagsfeiern

Ab 1946 wurde in Österreich der Internationale Frauentag wieder begangen. Die Frauenorganisation der SPÖ veranstaltete jedes Frühjahr groß angelegte Feierlichkeiten, die bundesweit mehrere Wochen dauerten und Tausende Menschen anzogen. Das zentrale Thema der Frauentage war über Jahrzehnte hinweg die internationale Friedensarbeit. Die Kommunistinnen postulierten anlässlich des Frauentages ebenfalls Friedensforderungen, zu einer überparteilichen Zusammenarbeit kam es jedoch nicht. In der Regel wurde der Frauentag von den jeweiligen Parteifrauen separat gefeiert. Im Kreisky Archiv sind neben der fotografischen Dokumentation der sozialistischen Frauentagsfeiern bis 1955 sämtliche Plakate zwischen 1946 und 1952 archiviert.


Betriebsbesuche

Die regelmäßige Besichtigung wirtschaftlicher Unternehmen zählt zu den Pflichtterminen prominenter Politikerinnen und Politiker. Das Programm dieser Besuche ist stark reglementiert, wobei sich die Abläufe historisch kaum verändert haben. Alle Beteiligten erfüllen verschiedene Rollen und Funktionen, von besonderer Wichtigkeit ist dabei das fotografische Festhalten der Betriebsbesuche. Das Fotoarchiv des Kreisky Archivs umfasst einen Bestand von etwa 1.500 Fotografien zu diesem Thema, der vor allem die Betriebsbesichtigungen durch Bruno Kreisky im Zeitraum von 1959 bis 1986 dokumentiert. Die hier vorgestellten Bildbeispiele geben einen Eindruck über die dabei gängigen Darstellungsmuster.


Öffentliche Auftritte von Bruno Kreisky

Einer der zentralen Bestände des Archivs ist die Sammlung von über 600 Reden Bruno Kreiskys aus der Zeit von 1936 (Verteidigungsrede beim "Sozialistenprozess") bis zu seinem Tod 1990. Dieser Bestand zeigt nicht nur Kreiskys Wirken als politische Figur in der Öffentlichkeit, sondern spiegelt mit Themen wie Südtirol, der Neutralitätsfrage, dem Nahostkonflikt oder der europäischer Integration bestimmende Diskussionen der Zweite Republik wider. Gleichzeitig wird anhand dieser Dokumente evident, welcher Kommunikationsformen sich Politikerinnen und Politiker bedienen, um im öffentlichen Raum zu wirken und ihn zu beeinflussen.

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