Wahlplakate und Wandzeitungen beinhalten prägnante bildliche Botschaften. Im Vordergrund steht dabei weniger die Information, vielmehr soll ein möglichst breites Publikum emotional angesprochen und in seiner Meinung und damit in seinem Handeln beeinflusst werden. Plakate sind ein effizientes Mittel der politischen Positionierung: Die Grundhaltung der Partei wird imageverstärkend vermittelt, Kandidatinnen und Kandidaten werden vorgestellt und sollen so Teil der öffentlichen Wahrnehmung werden. Als einziges Massenmedium, das in den ersten Jahrzehnten der Zweiten Republik im öffentlichen Raum eingesetzt wird, gestaltet das Plakat diesen auch mit. Um den öffentlichen Raum nicht der politischen Gegenpartei zu überlassen, liegt eine flächendeckende Besetzung im Interesse aller wahlwerbenden Gruppen. Weitere Funktionen eines Wahlplakates sind die Ankündigung und somit Bewerbung des Ereignisses der Wahl an sich sowie die Motivation von Parteimitgliedern und Funktionärinnen und Funktionäre.
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